HALLO, DAS BIN ICH

Hallo, ich bin Mareike.

In diesem Blog schreibe ich über mein Leben als Wechselmama und dem Alltag in einem 50/50 Wechselmodell.

Zu Beginn war ich so garnicht begeistert von einer gleichberechtigten Teilung des Sorgerechts. Dies lag jedoch weniger am Paritätsmodell, als an dem hierdurch notwendigen Zugeständnis an den anderen Elternteil. Wie so oft bei Trennungsfällen, fiel es zu Beginn schwer, ausschließlich auf Elternebene miteinander zu kommunizieren.

Mittlerweile leben wir das Wechselmodell im fünften Jahr und ich kann es mir kaum noch anders vorstellen. Vieles hat sich schon eingependelt. Vieles wird sich nie einpendeln. Und vieles davon ist völlig okay.

Im Gegensatz zu mir hatte das Wechselkind überhaupt keine Probleme, sich auf diese Lebensweise einzustellen. Auch heute springt es mit einer selbstbewussten Leichtigkeit zwischen seinen Wechselwochen hin und her, dass mir ganz warm ums Herz wird.

Wie es dazu kam, wie wir heute leben, welche Hürden es im Alltag gibt und welche Chancen sich überhaupt erst durch das Wechselmodell für mich ergaben, davon schreibe ich in meinem Blog.

Ich erzähle Geschichten von großen Freuden, plötzlichem Frust, ausstehenden Rückmeldungen und leisem Glück. Ich schreibe über echte Liebe, zu schnelle Entscheidungen und das omnipräsent schlechte Gewissen. Ich berichte von ulkigen Vorurteilen, irritierenden Fragen und den immer wiederkehrenden Dingen, die sich im Alltag einer Wechselmama mit Wechselkind ergeben.

Wenn ich aus all dem Trennungstheater eins gelernt habe: auch wenn alle Eltern zum vielbeschworenen „Wohle des Kindes“ meinen zu agieren, ist das in einer Trennungssituation unmöglich. Der Fokus liegt eher auf den eigenen emotionalen Themen, und diese haben oft nicht viel mit den Kindern gemeinsam. Ich setze mich dafür ein, dass die eigentlichen Verlierer in der Trennungsphase, die Kinder, in dieser Zeit geschützt werden. Ähnlich wie es in Skandinavien üblich ist, sollte vor einer Umgangsrechtlichen Bestimmung vor Gericht eine verpflichtende Familienmediation durchgeführt werden. Von Menschen, die in der Zeit das wirkliche Wohl der Kinder im Blick haben können, während die Erwachsenen noch andere Dinge verknusern müssen. Gerichte würden entlastet, es ginge nicht mehr einzig um die „Ware“ Kind und den Gewinn, den man aus einem gewonnen Sorgerecht zieht. Sondern um das Kind, welches im Idealfall beide Eltern behalten darf, egal in welcher Konstellation.

Noch etwas: dieser Blog ist höchstpersönlich und nicht politisch. All meine Ansichten sind rein privater Natur und haben kein juristisches Fundament. Hier regieren Herz und Emotionen. Netiquette ist von daher Pflicht, aber ich glaube nicht, dass sich hier unnette Menschen verirren.

Hinterlass mir gern einen Kommentar oder schreib mir unter:
mareike@wechselmama.de

Und nun hereinspaziert! Wie schön, dass du da bist.

Bild: Lina Grün